✪ Feiertage

Welche Bedeutung haben unsere christlichen Feiertage? Was feiern wir da eigentlich? Ein paar kurze und einfache Antworten.

Achtung: Inhalt enthält deutliche Spuren christlichen Glaubens.

Hier stehen bald die wichtigsten Termine für das Jahr 2019.

Apr
14
So
Palmsonntag
Apr 14 ganztägig

Die Passionszeit. Es geht auf Ostern zu.

Die Karwoche beginnt heute und Palmsonntag erinnern wir uns an den Einzug in Jerusalem. Jesus wird bejubelt. Sein Weg wird mit Palmenblättern geschmückt.

Wenige Tage später erlebt er die Folter und wird ans Kreuz genagelt.

Apr
18
Do
Gründonnerstag
Apr 18 ganztägig

Ein ganz bedeutendes Ereignis geschieht am Gründonnerstag. Jesus sitzt mit seinen Jüngern und ganz bestimmt auch mit seinen Jüngerinnen an einem Tisch. Es ist die Nacht, in der er verraten wird.

Er spricht zu Brot und Wein: Das ist mein Leib – das ist mein Blut. Solches tut zu meinem Gedächtnis.

Das Abendmahl ist bis heute zentraler Bestandteil des christlichen Gottesdienstes.

Apr
19
Fr
Karfreitag
Apr 19 ganztägig

Jesus wird gekreuzigt. Er stirbt am Kreuz und wird begraben.

Im Gottesdienst zur Todesstunde wird der Altar abgedeckt. Die Kirche ist nur schwach beleuchtet. Alle Kerzenleuchter, Bücher … werden in einer Zeremonie vom Altar genommen und in die Sakristei gebracht.  Zum Schluss wird der Altrar mit einem Tuch abgedeckt. Eine Glocke schlägt.

Jesus ist gestorben.

Und ganz ehrlich. Es gibt kaum einen spirituelleren Moment. Mann muss nicht nach Indien fahren und Räucherstäbchen anzünden. Einfach mal Karfreitag in den Gottesdienst gehen.

Apr
20
Sa
Osternacht
Apr 20 ganztägig

Christus ist auferstanden! Ja, er ist wahrhaftig auferstanden!

Die Kirche ist sehr gut besucht. Es gibt kein Licht. Okay, ein par Lampen zur Orientierung. Aus dem Dunkel wird die brennende Osterkerze durch den Kirchenraum in den Altarraum getragen.

Dabei gibt es ein paar Haltepunkte mit Kyrie-Gesang.

Ich durfte diese Osterkerze einmal tragen und zuvor in der dunklen Kirche die Ostergeschichte lesen und anschließend, gemeinsam mit unserem Pastor, den Segen in die Hände der GottesdienstteilnehmerInnen spenden.

Ich bekomme immer wieder eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. Meine Sehnsucht nach Spiritualität hat in dieser Nacht eine Antwort bekommen. Das hat mich sehr glücklich gemacht.

 

Apr
21
So
Ostersonntag
Apr 21 ganztägig

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Der Jubel und die pure Freude darüber erhellt die Herzen der ganzen Christenheit überall auf der Welt.

Jesus Christus lebt. Gott erweist seine Macht, die stärker ist als der Tod.

Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der auferstandene Christus erscheint, und Maria Magdalena, sie wollen die frohe Botschaft verkünden: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen.

Der Tod hat keine Macht mehr! Die Auferstehung hat alles verändert. Wer in diesem Vertrauen und der Hoffnung lebt, kann frei handeln, er wird gegen alles, was das Leben bedroht handeln.

 

Nov
20
Mi
Buß- und Bettag
Nov 20 ganztägig

Der Buß- und Bettag ist bei uns ein evangelischer Feiertag. An dem Tag geht es in den Gottesdiensten, die meistens abends gefeiert werden (leider ist das kein arbeitsfreier/gesetzlicher Feiertag), um die Umkehr.

Umkehr zu Gott

Am letzten Sonntag des Kirchenjahres oder aktueller gesagt, am letzten Sonntag vor dem 1. Advent besinnen sich die Christinnen und Christen auf Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist und zeigen Reue für Ihre Sünden.

Nov
24
So
Ewigkeitssonntag
Nov 24 ganztägig

Am Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt, denken wir an die Verstorbenen der letzten 12 Monate.

Also an die Verstorbenen des zu ende gehenden Kirchenjahres.  In den evangelischen Kirchen findet ein Gottesdienst statt, der oft von Kirchenmusik begleitetet wird. Die Namen der Toten werden verlesen und Kerzen für sie angezündet.

Dez
1
So
1. Adventssonntag
Dez 1 ganztägig

Die Adventszeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft Jesus in dieser Welt, eine Zeit in der du eine große Vorfreude haben kannst.

Du kennst das Lied: „Macht hoch, die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit!“ Sing doch mal wieder.

 

Adventszeit
Dez 1 – Dez 24 ganztägig

Was unterscheidet denn die Advents- von der Weihnachtszeit? Ist das nicht das selbe?

Gute Frage. Aber die Weihnachtszeit beginnt nicht mit dem 1. Advent oder mit der Weihnachtsbeleuchtung. Die Weihnachtszeit beginnt Weihnachten. Dazu aber später in einem weiteren Beitrag mehr.

Die Adventszeit beginnt am 1. Advent, also am vierten Soinntag vor dem 25. Dezember. Mit der Adventszeit beginnt übrigens auch das neue Kirchenjahr. Anders als das Kalenderjahr, das am 1. Januar beginnt. Das Kirchenjahr beginnt mit der Vorbereitung auf die Ankunft.

Advent bedeutet Ankunft

Damit ist die Ankunft Gottes gemeint. Gott ist an Weihnachten in Menschengestalt – in Jesus Christus – zu uns gekommen. Das feiern wir.

An den vier Sonntagen im Advent bereiten wir uns besonders auf die Ankunft vor. Die Sonntage haben jeweils eine bestimmte Bedeutung:

Die vier Sonntage vor Weihnachten

An den vier Sonntagen zünden wir immer eine Kerze an dem Adventskranz mehr an. Das ist nicht nur schön, besinnlich oder gemütlich. Also, nicht nur.

Der Adventskranz

Auf dem Adventskranz hat jede Sache seine eigene Symbolik:

  • Die Kerzen und das Licht stehen für Jesus, das Licht der Welt.
  • Der Kranz steht als Siegessymbol dafür, dass Jesus den Tod überwunden hat. Schließlich ist er auferstanden. Okay, das war nicht zu Weihnachten. Das kommt also erst viel später dran.
  • Die grüne Farbe ist die Farbe für Leben und Hoffnung. Die rote Farbe ist die Farbe der Liebe, also die Liebe Gottes zu den Menschen.
Dez
6
Fr
Nikolaus
Dez 6 ganztägig

Immer am 6. Dezember.

Es war einmal ein Bischof … Sein Name: Nikolaus von Myra. Er lebte im 3. Jahrhundert n. Ch. Über sein Leben und über seine Großzügigkeit gibt es zahlreiche Legenden: Demnach hat er sein geerbtes Vermögen den Armen gegeben.

Der Nikolaustag ermuntert zum zweckfreien, stillen Geben und es erinnert uns in der Adventszeit an das, was uns von Gott geschenkt worden ist: Liebe und Gnade. Deshalb können wir selbst immer wieder Freude empfangen und Freude weitergeben. Wir können Traurige trösten und Armen helfen. Nikolaus hat es uns vorgemacht.

Manchmal hilft auch ein bisschen Schokolade …

Dez
8
So
2. Adventssontag
Dez 8 ganztägig

Und an diesem Sonntag geht es um eine sehr frohe Botschaft:

Halte durch! Richte dich auf, denn Gott sieht und hört dich. Auch wenn es unglaublich klingt: Wenn du auf Erlösung wartest, hoffst du nicht vergeblich.

Es heißt: Kopf hoch, damit ihr ihn kommen seht. Jesus wird nicht unbemerkt bleiben. Du musst davor keine Angst haben. Es wird alles gut!

 

Dez
15
So
3. Adventssonntag
Dez 15 ganztägig

Am 3. Advent sind wir aufgerufen, dem Herrn den Weg zu bereiten. Was kann das für dich bedeuten?

Fühle in dein Herz hinein und welche Gedanken kommen dir, wenn du hier liest, dass Gott auf dem Weg in die Welt ist. Er verbindet sich an diesem Tag mit Johannes dem Täufer, der als sein Wegbereiter gilt.

 

Dez
22
So
4. Adventssonntag
Dez 22 ganztägig

Wenn Gott in die Welt kommt, ändern sich die ungerechten Verhältnisse. Was für eine Aussage!

Hungrige werden satt, Gewaltige werden vom Thron gestoßen. Klingt gut oder? Und es passiert. In den Herzen und Köpfen der Menschen, die Gottes bedingungslose Liebe spüren. Und  noch besser: Der Herr ist jetzt schon ganz nah!

Dez
24
Di
Weihnachten
Dez 24 2019 – Feb 1 2020 ganztägig

Die Weihnachtszeit beginnt am Vorabend des 25. Dezembers. Heiligabend ist somit die Brücke zwischen der Advents- und der Weihnachtszeit.

Bei uns ist es Brauch, dass wir bereits am Heiligabend unsere Geschenke auspacken. In vielen anderen Ländern passiert das tatsächlich erst am 25. Dezember.

Der Name Weihnachten kommt aus dem heidnischen und bezeichnete die Nächte, in denen in vorchristlicher Zeit Weihehandlungen vorgenommen wurden, um Menschen damit vor der Finsternis zu schützen.

Was feiern wir Weihnachten?

Wir feiern die Geburt Jesus Christus. Das wird so beschrieben:

Siehe, ich verkündige euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren!

Es ist Weihnachten! Gott kommt in die Welt.

Die Mutter ist bekannt. Es ist Maria. Sie wird oft als erste Christin bezeichnet. In der Katholischen Kirche wird Maria sehr verehrt. In der evangelischen Kirche ist ihre Rolle nicht unbedeutend, jedoch bleibt sie ein bisschen im Hintergrund.

Der Vater ist Joseph. Falsch. Der Vater ist Gott selbst. Denn Jesus ist Gottes Sohn und somit irgendwie auch Gott selbst. Damit ist nicht weniger als die Menschwerdung Gottes passiert. Joseph wird auch als „Ziehvater“ bezeichnet.

Warum schenken wir uns zu Weihnachten etwas?

Dieser Brauch oder die Änderung des Brauches, sich etwas zu schenken, geht auf Martin Luther zurück. Wieso das? Vor Martin Luther und der Reformation gab es zum Nikolaustag Geschenke. Also bereits am 6. Dezember. Der Name des Nikolaustages geht auf den Bischof Nikolaus, der in der katholischen Kirche als Heiliger gilt und verehrt wird, zurück.

Martin Luther waren Heilige grundsätzlich ein Dorn im Auge. Deshalb hat er kurzerhand diesen Brauch auf den Geburtstag Jesus Christus verlegt. Die Geschenke brachte dann auch das Christkind. Die Katholiken haben irgendwann diesen Brauch übernommen.

Übrigens der Weihnachtsmann ist dann erst viel, viel später erfunden worden.

Was zu anderen Terminen noch erläutert wird

Die Geburt eines Kindes ist eine wunderbare Sache. Eine Religion begründet sie noch nicht. Dazu braucht es noch mehr. Das feiern wir erst später im Kirchenjahr (Karfreitag, Ostern, Pfingsten).

Gott der Vater  –  Gott der Sohn  –  Gotte der Heilige Geist
Auch dazu später in einem anderen Artikel mehr.